Esskulturen im Überblick

Italien von Nord nach Süd

Italien war lange Zeit ein Staat mit einem großen Nord-Süd Gefälle. Der wirtschaftlich starke Norden versuchte sich vom Süden dadurch abzugrenzen, dass den Bewohnern Faulheit und geringe Initiative nachgesagt wurden. Auf der anderen Seite taten die Süditaliener ihre Landsleute im Norden als arrogant ab. Fakt ist, dass Italien kulturell ein sehr unterschiedliches Land ist und selbst Autonomiebestrebungen einzelner Regionen existieren.

In der Heimat der traditionellen Pizza

Wenngleich Pizza allgemein als typisch italienisch empfunden wird, ist ihre Heimat eigentlich nur eine bestimmte Region innerhalb des Landes. Rund um die Stadt Neapel galt Pizza einst als Essen für die Armen und wurde mehr oder weniger aus der Not geboren. Es gab in den armen Stadtvierteln nicht viel mehr als Weizenmehl, Tomaten und Käse. Die Einwohner versuchten, diese drei Grundzutaten möglichst schmackhaft zuzubereiten und erschufen die heutige Pizza. Im Gegensatz zur übrigen Welt beschränkt man sich in Neapel noch heute auf diese Grundzutaten und rundet sie lediglich mit etwas Basilikum ab. Eine Pizza mit Ananas und Schinken ist für einen echten Neapolitaner ein Graus.

Meeresfrüchte und frischer Fisch

Je näher man sich der italienischen Küste nähert, desto häufiger stehen Fisch, Muscheln, Garnelen und andere Meeresspezialitäten auf der Speisekarte. Dies liegt geografisch natürlich in der Natur der Sache und trotzdem ist es erstaunlich, dass sich in den verschiedenen Regionen völlig unabhängige Zubereitungsarten herausgebildet haben. Die Dorade wird mal gegrillt und nur mit Zitrone gewürzt serviert, ein anderes Mal filetiert und kalt gegessen.

Bolognese und verschiedene Pasta-Spezialitäten

Vieles, was im Ausland als italienische Kultur bekannt geworden ist, gibt es im Land des Stiefels selbst gar nicht so häufig. Die Bolognese-Sauce beispielsweise gibt es nur in Form eines bestimmten Ragùs, in dem auf Karotten oder anderes Gemüse aber fast vollständig verzichtet wird.

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